Champagne Marc Hebrart Premier Cru Sélection und der feurige Hengst aus Gustave Flaubert’s Wörterbuch der Gemeinplätze.

Nützliche Leidenschaften + Flasche leer

Es ist ein seltsamer Nachmiittag nach einem merkwürdigen Sylvester. Das größte Lichtfeuerwerk der Welt in Köln habe ich mir gestern noch live angesehen. Daher schmökere ich jetzt in Gustave Flauberts Dictionnaire des idées reçues oder das Wörterbuch der Gemeinplätze.

Mein Gemeinplatz: Die erste Flasche im neuen Jahr muß gut überlegt sein. Es ist ein Marc Hebrart Premier Cru Sélection, aus überwiegend blauen Trauben, konkret 70 Prozent Pinot noir, der Rest Chardonnay. Das Terroir ist Mareuil-sur-Aÿ, Avenay Val d’Or und Bisseuil. Die beiden Rebsorten verrichten gute Arbeit: Ein fester, aber feuriger Wein, der nach einem Parmaschinken als Begleiter ruft.

Wirklich, dieser Champagner ist feurig im Sinne von temperamentvoll. Er erinnert daran, was Flaubert über den HENGST notierte:

Immer „feurig“.

(Sonst würde man ihn gar nicht als Hengst behalten)

Eine Frau darf den Unterschied zwischen einem Hengst und einem Pferd nicht kennen,

Für kleine Mädchen: Pferd, größer als andere.

 

Soweit Flaubert. Mein zweiter Gemeinplatz: Ein feuriger Champagner nach dem Feuerwerk.

 

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