KOHLENDIOXIDBLASENZÄHLEN MIT GÖLDENBOOG

Seit Jahren beobachtet Göldenboog die Perlen im Champagner: Von allen Seiten. Aus allen Perspektiven. Aus allen Lagen. Von oben, dann manchmal minutenlang von der Seite, das Glas gegen die indirekte Beleuchtung haltend. Oder seitlich von unten. Wenn die Blasen zur Oberfläche vorstießen und sprühnebelartig aufplatzten, glaubte er häufig, ein blaugrünes Schillern beobachten zu könnten. Für Millisekunden. Die Suprafluidität par excellence. Ein Cocktail voll entwickelter Turbulenzen, Chaos und sich gegenseitig zertrümmernder Elementarteile. Die Wichtigkeit der kleinen Dinge: «Man muß immer genau hinsehen», lautet ein Leitmotiv der Fröhlichen Wissenschaft, und exakt darum geht es in diesem Seminar.

Analysiert werden im Rahmen dieses Seminars: Was ist Kohlendioxid? In welcher Form liegt Kohlendioxid im Champagne-Wein vor? Wie entstehen und formen sich die Kohlendioxidbläschen? Warum steigen Bläschen im Glas mal schneller, dann wiederum langsamer auf? Warum sagt die Größe der Bläschen nichts über die Qualität des Champagners aus? Welche Rolle spielt die Gravitation bei der Größe der Bläschen? Und vor allen Dingen: Welche exakten Techniken des Blasenzählens gibt es derzeit? Und warum ist der Jupiter jener Ort in unserem Sonnensystem, bei dem die Bläschen am kleinsten wären - könnte man dort Champagner trinken

 

 

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