Champagner-Experte beschreibt den Rheingau als "einzigartige Kulturlandschaft in Europa" - G?ldenboog auf den Spuren Jeffersons

Mit diesen schmeichelnden Worten betitelt der Wiesbadener Kurier am 23. September 2006 ein Interview, das die Redakteurin Ingeborg Toth mit dem Autor führte. In dem Gespräch geht es um  die Gemeinsamkeiten zwischen Champagne und Rheingau, da der Autor sich ebenso wie Thomas Jefferson beiden Weinlandschaften als Kulturlandschaft nähert. Denn während die meisten Poeten, Journalisten mit literarischen Ambitionen und Schriftsteller, die gerne durch Jalousien die verderbten Schönheiten des französischen Landlebens beobachten, bei ihren französischen Streifzügen in der Champagne meist nie vorbeikamen, analysierte Thomas Jefferson diese Region schon 1787 eingehend. In seinem Reisetagebuch schrieb er: „Wenige Schlösser; keine Bauernhäuser, alle Menschen sind in Dörfern zusammengezogen. Vielleicht wegen ihres religiösen Dogmas, das sie glauben läßt, man müsse täglich eine Messe murmeln, um den Schöpfer mit der eigenen Arbeit bei guter Laune zu halten. Sicher ist, daß sie in Dörfern weniger glücklich und tugendhaft sind als auf dem Land. Die Leute laufen in Lumpen herum. Vielleicht sind sie auch nur schlecht gekleidet, weil es gerade regnet. Aber ich habe beobachtet, wie Frauen und Kinder schwere Lasten tragen und mit der Hacke arbeiten. Dies ist ein eindeutiger Beweis für extreme Armut. Solange ihre eigene Arbeitskraft ausreicht, lassen Männer in einem zivilisierten Land es niemals zu, daß Frauen und Kinder sich dermaßen abmühen. Ich sehe nur wenige Bettler. Wahrscheinlich wegen der Polizei."

 

 

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