Champagne-Absatzzahlen f?r das Jahr 2002

Als ausgezeichnet bezeichnen Analysten die neuesten Umsatzzahlen für den Champagne-Wein. Weltweit steigerte sich der Absatz von 253 Millionen Flaschen im Jahr 2000 auf 263 Millionen im Jahr 2001 und auf insgesamt 287.651.375 im Jahr 2002. Allerdings gibt es einige Nationen und Populationen, denen der protestantische Schreck über die konfuse Weltlage derart in das Portemonnai gefahren ist, daß sie tatsächlich glauben, den Konsum von Champagne-Wein drastisch reduzieren zu müssen. An der Spitze der Champagne-Reduktionisten befinden sich - leider - die Deutschen. Und diese Tendenz hat sich in den letzten Monaten - leider - behauptet. Ob es an dem schlechten Gewissen liegt, das der Deutsche mit sich herumträgt oder an der Angst, der Blanke Hans könne noch mehr lügen als er ohnehin schon lügt - all dies sei dahingestellt. Deutschland wird zum Land der Schnäppchenjäger. Zur Entschuldigung sei aber angemerkt, daß inzwischen auch unsere politischen Vorbilder wie Rezzos Schlauch sämtliche Rabatte, die am Wegrand zu finden sind, virtuos mitzunehmen wissen. Wie auch immer, im folgenden einige der neuesten Zahlen aus der Champage-Welt (sämtliche Zahlen beziehen sich auf 1/1 Flaschen à 0,75 l)

Im Jahr 2002 wurden 287.651.375 Flaschen abgesetzt, davon 195.114.444 von Häusern, 67.839.635 von Winzern und 24.697.296 von Genossenschaften.

Von diesen 287.651.375 Flaschen verblieben 174.907.791 in Frankreich, 71.573.577 wurden in die Europäische Union exportiert, 41.170.007 in andere Länder. Insgesamt wurden 112.743.584 Flaschen exportiert, der Exportanteil betrug somit 39,19 %.

WICHTIGSTE EXPORTMÄRKTE FÜR CHAMPAGNE (2002)

1. Großbritannien 31.689.580
2. USA 18.227.280
3. Deutschland 11.386.703
4. Belgien 9.002.153
5. Italien 7.951.166
6. Schweiz 5.825.576
7. Japan 4.006.523
8. Niederlande 2.618.997
9. Spanien 1.998.770
10. Australien 1.225.724
11. Kanada 1.094.627
12. Schweden 972.204
13. Österreich 757.424
14. Dänemark 753.099
15. Irland 723.397
16. Luxemburg 664.046
17. Portugal 562.054
18. Singapur 518.0995
19. Hongkong 483.139
20. Brasilien 402.324

Der mengenmäßige Anteil dieser Länder am Gesamtexport 2002 beträgt 89,79 Prozent.

CHAMPAGNE PRO-KOPF-VERBRAUCH (2002)

1. Frankreich 2,927
2. Luxemburg 1,480
3. Belgien 0,876
4. Schweiz 0,798
5. Großbritannien 0,530
6. Irland 0,186
7. Niederlande 0,163
8. Dänemark 0,140
9. Italien 0,138
10. Deutschland 0,137
11. Singapur 0,116
12. Schweden 0,110
13. Österreich 0,093
14. Hongkong 0,066
15. USA 0,065
16. Australien 0,063
17. Portugal 0,056
18. Spanien 0,050
19. Kanada 0,034
20. Japan 0,032

Basis ist jeweils die Gesamtbevölkerung (www.citypopulation.de)


CHAMPAGNE EXPORT NACH DEUTCHLAND (1992 - 2002 in Mio. Flaschen)

1992: 13,609
1993: 15,190
1994: 18,845
1995: 17,748
1996: 18,405
1997: 19,458
1998: 19,313
1999: 17,497
2000: 14,236
2001: 12,825
2002: 11,387

Davon waren im Jahr 2002 97,5 Prozent der Qualitäten Brut, Extra Brut und Brut Nature, 0,5 Prozent waren Extra dry, 0,3 Prozent Sec und 0,7 Prozent Demi Sec.

Vom Gesamtexport waren 218.213 Flaschen, d.h. 1,9 Prozent Spezial- bzw. Prestige-Cuvées.

Der Anteil der Jahrgangs-Champagne am Champagne-Export in Deutschland betrug 319.492 1/1 Flaschen, das macht 2,8 Prozent.

Und der Anteil der Rosé-Champagne am Champagne-Export betrug 307.512 Flaschen (2,7 Prozent).

(Quelle: CIVC)


Trotzdem muß konstatiert werden, daß in Deutschland vor allem das Prickelnde bevorzugt wird. Der Bierkonsum ist rückgängig, und auch wenn die 500 Millionen Flaschen Schaumwein nicht mehr erreicht werden, so verblüfft ein Blick auf den deutschen Schaumweinmarkt - die Deutschen bleiben Weltmeister im Schaumweintrinken:

GESAMTSCHAUMWEINMARKT DEUTSCHLAND

Schaumwein-Verfügbarkeit 1988 - 2001 (in Tsd. 1/1 Flaschen à 0,75 l)
Einfuhr Ausfuhr Verfügbarkeitdt

 

Gesamtabsatz
Deut.Sekthersteller

 

Einfuhr

 

Ausfuhr

 

Verfügbarkeit

1988

357.113

 

+77.870

 

-15.535

 

419.448

1989

376.396

 

+62.693

 

-22.952

 

416.137

1990

423.800

 

+69.479

 

-23.179

 

470.100

1991

438.058

 

+86.005

 

-18.702

 

505.361

1992

452.298

 

+101.506

 

-18.203

 

535.601

1993

485.921

 

+114.945

 

-35.645

 

546.410

1994

500.205

 

+130.681

 

-72.402

 

558.484

1995

444.719

 

+114.809

 

-37.152

 

522.375

1996

425.340

 

+121.828

 

-27.617

 

519.551

1997

429.662

 

+128.147

 

-26.723

 

531.086

1998

415.813

 

+127.399

 

-32.491

 

510.721

1999

431.217

 

+136.146

 

-23.582

 

543.781

2000

374.072

 

+97.967

 

-20.444

 

451.595

2001

397.640

 

+84.235

 

-19.552

 

462.323


(Quelle: Statistisches Bundesamt Wiesbaden)

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