Das französische Paradox - Leben wir länger dank Wein und Champagner? Vortrag am Donnerstag, 18. September 2008 in der Wiesbadener ASKLEPIOS PAULINEN KLINIK

Was ist das Französische Paradox?

Es war Serge Renaud vom Institut National de la Santé et de la Recherche Médical gewesen, der in den achtziger Jahren des vorherigen Jahrhunderts begann, den Zusammenhang zwischen Wein und Gesundheit tiefer zu ergründen. Renaud war auf einen bemerkenswerten Befund gestoßen:: Die Sterberate seiner französischen Landsleute an koronaren Herzkrankheiten ist wesentlich niedriger als die von US-Amerikanern. Generell wurden über die Jahre hinweg beträchtliche Unterschiede in den Todesraten von Herzkrankheiten ausgemacht; so sind die höchsten Raten in Schottland, Nordirland, Finnland und Osteuropazu finden. 

Prinzipiell läßt sich sagen, daß die französische Situation paradox ist, weil die Franzosen einen relativen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren mit ihrer Nahrung aufnehmen - die im allgemeinen mit einer hohe Rate an Herz-Kreislauferkrankungen assoziiert werden. Gleichzeitig sind die Franzosen denselben Streßfaktoren wie andere europäische oder nordamerikanische Populationen ausgesetzt - sterben aber gleichzeitig am wenigsten an Herz-Kreislauferkrankungen.

Renauds Hypothese lautete, daß im Alkohol, besonders im Wein der Grund für dieses Phänomen zu suchen sei. Wein, und hier besonders Rotwein, habe positiven Einfluß auf die Blutgerinnung, da er das Verklumpen von Blutplättchen verhindere. 

Christian Göldenboog wird in seinem Vortrag am Donnerstag, 18. September 2008,  in der Wiesbadener ASKLEPIOS PAULINEN KLINIK in die Thematik einführen und den neuesten Stand der Forschung darstellen. Erörtert werden u. a. die Wirkung von freien Radikalen und Antioxidantien, die Bedeutung der Polyphenole als wichtige Radikalenfänger in unseren Zellen sowie die Frage, auf welche Weininhaltsstoffe sich die Forschung konzentriert und welche Rolle Resveratrol dabei spielt. 

Beginn: 19.30 Uhr

ASKLEPIOS PAULINEN KLINIK, Geisenheimer Straße 10, 65197 Wiesbaden

Anmeldung: Sekretariat des Beirates

 

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