Ernte 2015 Champagne: Erste Eindrücke

Sonniger Frühling, die Blüte war Mitte Juni abgeschlossen, dem folgte einer der heißestes Sommer überhaupt folgten - viele Winzer assoziierten die klimatischen Bedienungen des Jahres 2015 mit denen von 2003, 1976 oder gar 1947. Alles in allem verlangsamte der drastische Wassermangel (in der Champagne dürfen die Trauben nicht bewässert werden) die Reifeperiode: Die Regentage in der Augustmitte sorgten dann für einen ordentlichen Schub.

Die Lese 2015 begann also wesentlich früher als im Vorjahr: im allgemeinen wurde um den 7. September schon geerntet, um den 28. September herum war die Arbeit beendet. Der Erntehöchstertrag wurde auch  10.000 Kilogramm pro Hektar festgelegt. 

Allgemeiner Tenor um Reims und Epernay herum: Der Gesundheitszustand der Trauben galt als außergewöhnlich gut, Botrytis-Befall trat selten auf.  Die geernteten Trauben wiesen trotz des vielen Sonnenscheins eine recht ordentliche Säure auf, überraschend auch beim Meunier,  ungewöhnlich hoch sind natürlich die Werte für den potentiellen Alkoholgehalt. Letztere variieren sehr stark, zwischen 9,5 bis hin zu über 11 Grad.

Ob die Qualität der Trauben sich auch in den Grundweinen widerspiegeln - dazu ausführliche Berichte sowie Interviews mit Kellermeistern zu Beginn des kommenden Jahres.

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