Sébastian Moncuit von Champagne Mailly Grand Cru über die Ernte 2014

Im Vergleich zu anderen Genossenschaften ist Champagne Mailly Grand Cru eher klein: Gewonnen werden aus 70 Hektar Rebfläche knapp 500.000 Flaschen, 83 Mitglieder hat die 1929 gegründete Genossenschaft derzeit. Ihre Trumpfkarte sind die Rebflächen: Mailly ist ein Grand Cru, geschätzt für seine säurebetonten, aber auch tiefstrukturierten und eleganten Pinots. Zwar stammen die Reben allesamt nur von diesem einem einzigen Cru, aber dessen Parzellen sind derartig unterschiedlich, dass die Assemblage von jeder Ernte alles in allem mit über 100 unterschiedlichen Grundweinen gemacht wird. Dies macht sich schon im Keller der Genossenschaft bemerkbar: 100 kleine Tanks, fast 100 Barriques sowie vier große Holzfässer zeugen von einer hohen Diversität.  

 

Seine Besonderheit verdankt Mailly seiner nördlichen Exposition: späte Ernte, gute Säure. Aber es gibt genügend Hügel in dem Ort, die westlich, sogar südlich ausgerichtet sind. Passiert man das Dorf nur über die Hauptstraße, sieht man diese vielen, unterschiedlichen Expositionen nicht. Diese sind für die Champagne-Region eher ungewöhnlich, sie führen aber zu einem besonderen Mikroklima, die sich auch in der vielfältigen Cuvées von Champagne Mailly Grand Cru widerspiegeln. Bekannt ist Mailly Grand Cru für seinen exzellenten Extra, einen delikaten Rosé -Brut sowie für die Prestigecuvée Les Échansons. 

 

Seit einziger Zeit hat Kellermeister Sébastian Moncuit die Nachfolger von Hervé Dantan angetreten, in diesem Video erklärt er die Ernte 2014 aus Pinot Noir orientierten Sicht.

 

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