Fine: Wie Wein gedeiht - Über Filtration

Ein großer Wein entsteht zu 90 Prozent im Weingarten, der Rest sei „kontrolliertes Nichtstun", so lautet die vielzitierte Devise renommierter Winzer, aber selbst diese müssen nach erfolgreicher Gärung ihre jungen Kinder exakt beobachten. Und so kommen, je nach Weintypus, vor dem Abfüllen diverse Behandlungsmethoden zur Anwendung: Zum einen geht es um mikrobiologische beziehungsweise chemische Stabilisierung, zum anderen um die Klärung beziehungsweise Klarheit der Weine. Animierend wirkt auf viele Konsumenten bei einem Champagner oder etwa einem jungen Riesling ein glasklares und strahlendes Aussehen. Erreicht werden kann dies, indem der Wein für längere Zeit in kleinen Tanks oder Fässern gelagert wird: Eine altbewährte Praxis, denn durch kontinuierliches Umfüllen oder Ablassen setzt sich der unerwünschte Hefetrub auf dem Boden ab. Bei vielen Weinen, vor allem, wenn sie in großen Tanks gelagert sind, funktioniert diese Methode aber nicht. Dann kommen physikalische Methoden wie Zentrifugation mit so genannten Separatoren oder die Filtration zum Einsatz. Filtration ist ein technisches Verfahren zum Trennen von Feststoffen und Flüssigkeiten (bzw. Gasen), wobei die festen Stoffe in einem Filter aufgefangen werden. Zum Einsatz im Weinausbau kommen beispielsweise Anschwemmfilter aus Kieselgur, Cellulose-Platten, linsenförmige Module oder synthetische Polymermembranen.

Mehr zu diesem Thema im aktuellen Heft 3-2014 von FINE

 

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