Champagne Ernte 2014: Wieviel wirklich geerntet werden darf

Verwirrung herrscht stets über die maximalen Ernteerträge in der Champagne, auch deshalb, weil es möglich ist, sogenannte Reserven zu bilden, deren Bedeutung aber selten von entsprechender Stelle dem erstaunten Publikum erklärt werden.
Tatsache ist, daß von der Ernte 2014 alles in allem 10.100 Kilo Weintrauben pro Hektar geerntet, abgefüllt und verkauft werden dürfen. Dies ist erstaunlich moderat, vor allem, wenn man bedenkt, daß die Blüte in diesem Jahr sehr üppig ausgefallen ist. Geschuldet ist dieser moderate potentielle Ernteertrag dem Umstand, daß der Absatz, vor allem in Frankreich, nicht so erwartet ist, wie es hätte sein sollen.


Zusätzlich zu dem Höchstertrag von 10.100 Kilogramm pro Hektar, ist es möglich, eine sogenannte Qualitätsreserve von 3.100 Kilogramm Weintrauben pro Hektar zu bilden. Dieser Ertrag kann geerntet und vinifiziert werden, aber nicht verkauft. Alles in allem kann diese Qualitätsreserve maximal 8.000 Kilogramm/Hektar betragen. Somit beginnt die Rechnerei: Ein Winzer, dessen Qualitätsreserve sich im Laufe der Zeit auf 6.000 Kilogramm angesammelt hat, kann dieses Jahr zu den 10.100 Kilogramm noch 2.000 Kilogramm ernten. Wer beispielsweise nur 4.000 kg in der Qualitätsreserve hat, kann die vollen 3.100 kg ausschöpfen. Alles in allem gehen diverse Winzer davon aus, daß die Höhe der Qualitätsreserve in den nächsten Jahren von 8.000 Kilogramm auf 6.000 reduziert wird. Schließich mache es auch nicht viel Sinn, derartige Reserven für den Reservewein anzuhäufen.


Von der aktuellen Reserve können dieses Jahr 400 Kilogramm abgerufen werden - also den 10.100 kg zugefügt werden. Macht alles in allem 10.500 Kilogramm pro Hektar, die für dieses Jahr abgefüllt und verkauft werden dürfen. Diese Größe erhöht sich auf 500 kg bzw. 10.600 Kilogramm, sollten die Verkäufe im Jahr 2014 die Zahl von 307.000.000 Flaschen übersteigen.

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