Wo kaufe ich am besten meinen Champagner ein?

Champagner erwirbt man nicht wie Tiefgefrorenes, Flachbildfernseher oder Holland-Tomaten. Champagner kauft man eher wie Bücher. Man nähert sich ihm wie bei einem Flirt. Champagner-Kauf, das ist der Beginn einer Freundschaftsbeziehung, der keine eiligen Verkäufer verträgt. Erworben werden sollte er daher bei einem kompetenten Fachhändler. Schon deshalb, weil dieser auf seinen Warenbestand achtet: Vermerkt ist auf den meisten Champagnern nicht das Datum des Degorgierens (siehe auch Frage 3). Der Kunde ist daher darauf angewiesen, nicht jene Flaschen verkauft zu bekommen, die irgendwann einmal im hinteren Teil des Regals vergessen wurden. Gewarnt werden muss auch vor all jenen Gourmet-Märkten, in denen die Flaschen durch Scheinwerferlicht attraktiver gemacht werden sollen. Ein Champagner, der zuviel elektromagnetische Strahlung abbekommen hat, schmeckt hart und unsauber. Licht wirkt tödlich auf die Aromen. Und dann gibt es natürlich noch die Möglichkeit, in die Champagne zu fahren, um sich direkt vor Ort bei einem der vielen Winzer den Kofferraum volladen zu lassen (Auszug aus Die Champagner-Macher).

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