Holz oder Stahl: Eine Frage der Stilistik - Kolumne Nr. 4 in FINE

Im Allgemeinen wird Sauerstoff oder O2, also molekularer Sauerstoff, der zu 20 Prozent unsere Luft ausmacht, bei der Vinifikation von Weißweinen als Schädling betrachtet. Wir alle kennen den Anblick eines Glases mit oxidiertem Wein, schon bei dessen seltsam-hochgelber Farbe kommt keine Freude auf. In die Nase steigt dann der Geruch alter Äpfel, am Gaumen verbreitet sich Müdigkeit und auch die Rebsorte ist nicht mehr so richtig auszumachen. Der Fachmann murmelt dann noch etwas von Essigstich oder ranziger Butter oder Acetaldehyd und alle wissen: Dieser Wein ist oxidiert. Daher versuchen seriöse Winzer, jegliche Bewegungen des Weines auf ein Minimum zu reduzieren, geht diese doch stets mit einer Aufnahme von Sauerstoff einher. Freilich, immer häufiger wird in letzter Zeit auch beim Riesling das Holzfaß für die Vinifikation eingesetzt.
Aber warum? Mehr darüber im neuen FINE in der Kolumne „Wie Wein gedeiht".

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