Heute in der Welt am Sonntag: 100 Jahrg?nge in zwei Tagen - Rieslingverkostung im Kloster Eberbach

 

100 Jahrgänge Riesling in zwei Tagen, distinguiertes Kampftrinken also, und dies in einem Kloster. Aber die Arena ist holzgetäfelt und hat nichts, aber auch gar nichts mit kargem Mönchsleben zu tun. Denn das Turnier fand im Refektorium statt, dem ehemaligen Speisesaal des Klosters Eberbach, errichtet 1720, als sich die einst so karg lebenden Brüder einen echten Festsaal fürs Essen und Trinken spendierten. Barocke Stuckdecke, Nußbaumschrank mit Klosterwappen, aber entscheidend am Montag und Dienstag dieser Woche ist der lange Tisch, auf dem über 500 Gläser stehen – das Wahrzeichen einer wahren Riesling-Olympiade, die es so noch nicht gegeben hat. Eingeladen hatten Ralf Frenzel, Verleger des Weinmagazins „Fine“ aus Wiesbaden und Dieter Greiner, Geschäftsführer der Hessischen Staatsweingüter Kloster Eberbach; mit dabei Weinautoren wie Stuart Pigott oder Francis Robinson sowie Winzer wie Wilhelm Weil aus dem Rheingau und – wie auf dem Foto von Oliver Rüther bei der Arbeit zu sehen - Gaia Gaja aus dem Piemont. Der älteste Wein war immerhin ein Steinberger Cabinet, Jahrgang 1846, ein Wein, der entstand, als das  Weingut noch dem Herzog von Nassau gehörte.

 

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