Champagne Krug Revisited - Clos de Ambonnay I

Es gibt neuerdings einige Champagnerhäuser, die sich damit schmücken, einen Clos im Programm zu haben. Manchmal fragt man sich, in welcher Nacht die Mauer um den Weingarten entstand. Nicht so natürlich bei Champagne Krug: Deren Clos du Mesnil hat seinen Ursprung im Jahr 1688, gekauft wurde er von den Krugs 1971, der erste Jahrgang war dann der 1979er. Irgendwann haben die Krugs einen Clos in Ambonnay erworben, 30 Kilometer südöstlich von Reims: „Er ist der kleine Bruder vom Clos du Mesnil“, sagt Olivier und holt eine Flasche Clos d’Ambonnay 1996 hervor. Ein Foto, dann öffnet Olivier behutsam die Flasche und schenkt die goldenen Kohlendioxidperlen ins Glas. Santé. „Ich werde Sie nicht fragen, wie er Ihnen schmeckt“, sagt Olivier. Die Frische dieses Weines lässt sich in der Tat schwer beschreiben. „Ich kann Ihnen über das Alterungspotential dieses Champagners nichts sagen“, fügt er hinzu. Dann nimmt Olivier Krug einen dezenten Schluck, schaut über die Mauer des Crus und die kalte Januarluft hinweg auf die sich in der Ferne erhebenden Reimser Berge, um dann den ultimativen Ratschlag eines echten Krugisten zu erteilen: „Kommen Sie am besten in fünfzehn Jahren hier wieder vorbei. Dann werden wir sehen.“

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